Frustfrei lernen

Frustfrei lernen – Mit Strategie zum Lernerfolg

Um wirklich frustfrei lernen zu können ist ein Grundverständnis über das Lernen nötig. Auf meinem Blog habe ich schon einige Artikel zu diesem Thema veröffentlicht. Es ist oft nicht ganz einfach den Durchblick bei den vielen Möglichkeiten zu behalten. Daher möchte ich hier einen möglichen Einstieg vorstellen, der dich ein bisschen an die Hand nimmt.

Gewohnheiten und Willenskraft

Um frustfrei zu lernen ist eine gewisse Basis an Willenskraft notwendig. Ohne ein wenig Durchhaltevermögen und Disziplin wird das Lernen oft als extrem anstrengend empfunden. Lese dir am besten meinen Artikel hierzu durch. Im Grund ist es ganz einfach: Bringe den Stein erstmal ins Rollen! Sprich: Baue erst deinen Willenskraftspeicher sukzessive aus.

Das hilft dir wiederum Gewohnheiten zu bilden. Sie sind der universale Baustein deines Erfolgs. Jeder erfolgreiche Mensch hat hilfreiche Gewohnheiten gebildet. Sie sind einfach ein klasse Hilfsmittel, um langfristig ohne übermäßigen Zwang zu lernen.

Fördere gute Rahmenbedingungen

Wie schon in meinem Artikel zum Thema Lernen lernen geschrieben, gilt es außerdem die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen.

Lernpausen optimal gestalten

Beschäftige dich am Anfang am besten mit optimalen Lernpausen. Sie vermindern deinen Stress beim Lernen und sind nebenbei gut für deine Wissensverarbeitung. Nimm dir am Anfang nicht zu viel vor. Verteile deine Lerneinheiten und lerne lieber kürzer, dafür aber intensiv. So wirst du dich künftig besser motivieren können und sparst deine Willenskraft für größere Herausforderungen (oder zum Bilden von neuen guten Gewohnheiten).

Halte dich fit

Wer gut lernen will, muss sich auch bewegen. Ohne ein bisschen Fitness lässt sich nur schwer frustfrei lernen. Sport fördert dein allgemeines Wohlbefinden. Ich persönlich liebe den Kraftsport, denn er hat viele Vorteile. Natürlich kannst du auch deinen Lieblingssport machen. Wichtig ist nur ausreichend körperliche Belastung zu haben, um langfristig körperlich und geistig leistungsfähig zu bleiben.

Achte auf deinen Schlaf

Sorge auch für einen erholsamen Schlaf. Die nächtliche Ruhe hilft deinen Stresslevel zu reduzieren und die gelernten Informationen in dein Langzeitgedächtnis zu übertragen. Lerne nicht bis tief in die Nacht hinein und verzichte nicht auf deinen Schlaf. Verteilte Lerneinheiten werden dich weniger stressen und du kannst somit frustfrei lernen. Das Gelernte wird besser behalten und du musst nicht alles mehrmals lernen.

Unterbrechungen

Ich mag es nicht, wenn ich mir etwas nicht merken kann. Mir hilft dann meistens das Lernen zu unterbrechen (oder etwas anders zu lernen) und am nächsten Tag sind die Informationen schon viel besser verankert und ich verstehe die Zusammenhänge besser.

Musik beim Lernen

Wenn du mit Musik beim Lernen zurechtkommst, stellt sie ein gutes Mittel dar, um lieber zu lernen. Achte dabei auf die passende Musik. Ich habe bei Wiederholungen aktuell langsamen Jazz und Soul im Hintergrund laufen. Die ruhige Musik hilft mir dabei, dass das anstrengende Abarbeiten meiner Lernunterlagen angenehmer wird. Finde am besten deine perfekte Lernmusik! Hierzu kannst du für Beispiele meinen Artikel „Musik beim Lernen“ durchlesen.

Kalt duschen

Kurz vor dem Lernen gönne ich mir manchmal eine eiskalte Dusche. Sie hat nicht nur positive Auswirkungen auf deinen Körper, sondern fördern deine Konzentration. Ich kann bei der eiskalten Dusche an nichts anderes denken, als an die Kälte. So baust du nicht nur Willenskraft auf, sondern erhöhst deinen Fokus für die nachfolgende Lernsession.

Verwende gute Lernmethoden

Die meisten wohl werden keine speziellen Lernmethoden verwenden. Ich verstehe nicht warum. Oft fassen sie nur den Text zusammen, lernen ihn aber dann nicht mehr. Ich habe das früher auch immer so gemacht. Frustfrei lernen bedeutet auch, sich mit dem Thema Lernmethoden auseinanderzusetzen. Sie fördern ein gutes Verhältnis zwischen deinem Zeiteinsatz und deinem Erfolg. So musst du nicht unnötig am Schreibtisch sitzen. So funktioniert für mich frustfrei lernen.

Ich möchte keine Zeit verschwenden. Genau das solltest du auch nicht, denn deine Zeit ist die kostbarste Ressource, die du hast.

Karteikarten sind nicht altmodisch!

Als Einstieg empfehle ich die klassische Karteikartenmethode. Ich weiß: Wie langweilig! Aber versuche die Methode einfach einige Zeit zu verwenden. Du wirst erstaunt sein, wie gut du deine Zeit nutzen kannst. Außerdem läufst du nicht Gefahr die Lernunterlagen nur gedankenverloren abzuschreiben oder zusammenzufassen. Mit der Karteikartenmethode musst du aktiv lernen. Anstrengend, aber mit Abstand die beste Methode, die ich bisher ausprobiert habe.

Richtig auswendig lernen

Auswendig lernen ist in manchen Situationen oft unumgänglich. Versuche aber zuerst das Verständnis des Lernstoffs zu verbessern, sonst nutzt dir das auswendig lernen wenig.

Verwende passive Lernmethoden für ein besseres Verständnis

Neben dem Verwenden von aktiven Lernmethoden ist auch das Lesen sehr wichtig. Seit einigen Jahren lese ich gerne Sachbücher. Das hilft mir das Wissen besser zu verstehen. Lesen ist nicht so anstrengend wie aktives Lernen, aber es unterstützt dich, indem du das Thema besser verstehen wirst. Ich versuche zu jedem Thema – das mich interessiert – ein Sachbuch zu lesen. Dadurch kann ich die Zusammenhänge besser herstellen und das Wissen auch anwenden.

Sieh dir auch meine Buchempfehlungen an. Diese Liste wird von mir immer wieder erneuert und enthält alle Bücher, die mir sehr weitergeholfen haben. Ich glaube, dass sie auch dir helfen können.

Schütze deine Zeit

Frustfrei lernen bedeutet für mich auch: Zeit zu sparen. Viele der genannten Lernmethoden schützen auch gleichzeitig deine Zeit. Abschließend möchte ich dir aber noch ein paar Zeitmanagementtechniken an die Hand geben, die dich bei deiner Planung gut unterstützen können.

Konzentration auf das Wesentliche

Als erstes wäre da die Methode der drei wichtigsten Aufgaben. Sie wird dir helfen dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Grundlage stellt hier das geniale Pareto-Prinzip dar. So wirst du dich weniger leicht verzetteln und du hast klare Ziele und eine überschaubare Lernstruktur. Es kommt selten Überforderung auf und du kannst dadurch frustfrei lernen.

Gute Zeiteinteilung

Als zweite Methode möchte ich dir noch die Pomodoro-Technik näher bringen. Ich nutze diese Technik schon länger und bin immer noch begeistert. Sie ist einfach und bringt die gewünschten Ergebnisse. Ich mag keine komplizierten Techniken. Man soll sie leicht implementieren können und nicht Stunden mit der Funktionsweise der Technik verbringen. Die Pomodoro-Technik wird dir helfen frustfrei zu lernen.

Nutze den Flow

Abschließe gibt es noch das legendäre Flow-Prinzip. Näheres findest du in meinem Artikel hierzu: Flow-Prinzip. Nutze den ultimativen Lernzustand, um schneller und besser zu lernen. Frustfrei lernen ist so ein Kinderspiel. Mit den oben genannten Rahmenbedingungen hast du auch schon die Grundsteine für die perfekten Flow-Bedingungen gelegt.

Zusammenfassung – Frustfrei lernen

Baue als Erstes deine Willenskraft aus und bilde gute Gewohnheiten. Sie werden dir helfen auch die optimalen Rahmenbedingungen zu schaffen und schließlich die besten Lernmethoden zu implementieren. Außerdem kennst du nun einige grundlegende Zeitmanagementtechniken, um keine wertvolle Zeit zu verschwenden.

Klar ist: Du musst natürlich nicht alles auf einmal umsetzten. Fange am besten klein an und steigere dich. Wie im Krafttraining. So ist dein Erfolg nachhaltiger und du wirst schneller am Ziel sein, als bei einer großen Veränderung, die aber nicht lange anhält.

Der Weg ist das Ziel. Mithilfe dieses Blogs kannst du immer wieder an deiner Lernstrategie feilen und Neues lernen.

Das wichtigste ist aber, dass du einfach anfängst. Vernichte die lästige Analyse-Paralyse und werde erfolgreich.

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Wie sieht deine Lernstrategie aus? Welche Methoden verwendest du?

Schreibe deine Erfahrungen gerne in die Kommentare. Ich bin für Anregungen immer offen.

Schöne Grüße,

Michael

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