Mein liebstes Koffeingetränk - Kaffee

Koffein – Ein Wundermittel für das Lernen?

Koffein kann unter Umständen beim Lernen helfen. In diesem Artikel erfährst du wie!

Koffein ist der weltweit am meisten konsumierte stimulierende Stoff. Er ist unter anderem in Kaffee enthalten, in grünem und schwarzem Tee, in Energydrinks und in reiner Form in Koffeintabletten.

Koffein hat eine anregende Wirkung und kann die Leistungsfähigkeit erhöhen. Der Stoff vertreibt die morgendliche Müdigkeit und sorgt kurzfristig für mehr Konzentrationsvermögen.

Koffein wird auch häufig von Tein bzw. Thein unterschieden. Dabei bedeuten diese Begriffe das gleiche: Koffein. Sie sind der gleiche Wirkstoff!

Chemische Formel von Koffein
Chemische Formel von Koffein

Koffeintoleranz

Bei regelmäßigen Koffeinkonsum entwickelt der Körper eine gewisse Toleranz. Dies geschieht schon nach 6 bis 15 Tagen Konsum.

Um die Wirkung wiederherzustellen ist es empfehlenswert hin und wieder einen kleinen „Entzug“ zu machen.

Nach dem Absetzten kann es zu kurzfristigen und leichten Entzugserscheinungen kommen. Zum Beispiel Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Energieverlust.

Wiederherstellung der Sensibilität

Allgemein sind die negativen Symptome als sehr gering einzustufen und beginnen rund 12 bis 24 Stunden nach dem letzten Konsum. Sie erreichen nach 20 bis 51 Stunden ihr Maximum.

Als Gesamtdauer des „Entzugs“ gelten ca. 2 – 9 Tage. Bereits geringe Dosen während des Absetzens können die Wiederherstellung der Koffeinsensibilität unterbrechen.

Am besten man hält die paar Tage durch; auch wenn es schwer fällt.

Wirkung von Koffein auf das Lernen

Daniel Borota von der John Kopkins Universität in Balitmore (USA) untersuchte in einer Studie die Auswirkung von Koffein auf das Lernvermögen.

Er untersuchte bei 100 Probanden, die keinen regelmäßigen Koffeinkonsum hatten, die Wirkung von Koffein. Die Probanden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt.

Den Teilnehmern der Studie wurden danach Bilder von Gegenständen gezeigt, die sie sich merken mussten.

Einer Gruppe wurden anschließend 200 mg Koffein – so viel wie in einer großen Tasse starken Kaffee – verabreicht. Die andere Gruppe erhielt ein Placebo. Am nächsten Tag wurde das Experiment wiederholt.

Es wurden neue und ähnliche Bilder in die Bilder vom Vortag gemischt. Die Probanden sollten die neuen und ähnlichen Bilder erkennen.

Das Ergebnis war erstaunlich. Die Gruppe, die nach dem Lernen Koffein erhalten hatte, unterschied die neuen und ähnlichen Bilder signifikant besser als die Placebo-Gruppe.

Das Experiment wurde mit 100 mg wiederholt, was zu keinen nennenswerten Effekt führte. Größere Dosen z.B. 300 mg führten zu keinen Unterschied zur 200 mg Dosis.

Es wurde die Verabreichung außerdem auf eine Stunde vor dem Lernen verlegt. Dies hatte ebenfalls keine Auswirkungen auf die Verarbeitung der neuen Informationen.

Manche Wissenschaftler zweifeln allerdings die statistische Aussagekraft der Studie an, da sie unter anderem mit einer zu geringen Teilnehmerzahl durchgeführt wurde.

Mögliche Vorgehensweise mit Koffein

Schlussfolgernd lässt sich annehmen, dass es nicht schaden kann, das Kaffeetrinken auf nach dem Lernen zu verlegen. Zum Beispiel könnte der morgendliche Kaffee erst nach einer ersten kurzen Lerneinheit getrunken werden, wenn man bereits morgens lernt.

Um den Gewöhnungseffekt zu vermeiden wäre eine regelmäßige Pause empfehlenswert. Nach der Pause ist der Effekt wieder deutlich spürbar.

Außerdem solltest du hohe Dosen vermeiden, da die negativen Symptome überwiegen, wie Nervosität, leichte Angstzustände und Unruhe.

Auf die allgemeine geistige Leistungsfähigkeit scheint Koffein keinen großen Effekt zu haben. Die positive Wirkung bezieht sich eher auf körperlichen Aspekte. Du wirst motivierter und fühlst dich besser, was dich folglich auch öfter lernen lässt. So trägt Koffein auch zum Lernen bei.

Wie gehe ich mit dem Thema Koffein um?

Ich trinke viel Kaffee; manchmal fast zu viel ;-). Morgens und am Ende meiner Mittagspause ist ein Kaffee Standard. Vor der Arbeit trinke ich auch meist eine Tasse.

Bislang habe ich auch manchmal mehrere Tassen auf einmal getrunken und sogar abends um 18:00 noch eine. Diese schlechte Angewohnheit habe ich mir abgewöhnt. Nach 15:00 keinen Kaffee mehr für mich.

Bisher hat sich der Kaffeekonsum nur positiv ausgewirkt. Ich habe dadurch mehr Energie und fühle mich besser.

Auch in meiner Frühaufsteher-Challenge habe ich meinen Vor-Arbeitsbeginn-Kaffee in der dritten Woche wieder eingeführt. Das Koffein hat sich nicht negativ auf mein Vorhaben – Frühaufsteher zu werden – ausgewirkt. Er gibt mir bei Arbeitsbeginn Power für die nächsten Arbeitsstunden.

Alle paar Monate führe ich einen kleinen „Entzug“ durch, um die genannte Sensitivität wiederherzustellen. Der Kaffee wirkt dann nicht mehr richtig. Die erste Tasse Kaffee nach dem Absetzten bewirkt dagegen wieder Wunder.

Außerdem versuche ich Energydrinks zu vermeiden. Sie sind mir viel zu süß und enthalten eine zu hohe Menge an Koffein, die ich lieber verteilter zu mir nehme.

Fazit

Ich würde nicht mehr auf Koffein und speziell Kaffee verzichten wollen. Auch wenn die Vorteile nicht stark die kognitiven Fähigkeiten betreffen, hilft mir Koffein zur Motivationssteigerung. Mit einer Tasse Kaffee steht dem Lernen nichts mehr im Wege.

Manche reagieren allerdings zu stark auf den Stoff. Hier gilt es auszuprobieren, welche Dosis einen am besten tut. Teste auch die verschiedensten Zeitpunkte, um die optimalsten zu finden.

Wie gehst du mit diesem Thema um? Bist du ein regelmäßiger Kaffeetrinker? Wie stark wirkt Koffein bei dir? Auch wenn dir andere wissenschaftliche Untersuchen bekannt sind – melde dich.

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